{"id":241,"date":"2011-01-29T02:25:26","date_gmt":"2011-01-29T01:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.inumira.de\/?page_id=241"},"modified":"2011-01-29T23:34:15","modified_gmt":"2011-01-29T22:34:15","slug":"marktplatz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/news.inumira.de\/?page_id=241","title":{"rendered":"Marktplatz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marktplatz2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-268\" title=\"Marktplatz\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marktplatz2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marktplatz2-300x225.jpg 300w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marktplatz2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <\/a> <a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadtwappen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-270 alignright\" title=\"Stadtwappen\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadtwappen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadtwappen-300x225.jpg 300w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadtwappen-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir beginnen den Stadtrundgang am Marktplatz. Hier wurde seit Jahrhunderten bereits Handel betrieben. Allerdings gibt es keine auffindbare Genehmigung f\u00fcr das Handeltreiben. Es wird zwar von verschiedenen Chronisten beschrieben, dass von Otto II das Marktrecht erteilt wurde. Aber in diesen Schriftst\u00fccken ist davon nichts zu lesen. Auch sp\u00e4ter als Otto III die Privilegien von der Giebichenstein best\u00e4tigte, welcher Halle unterstand, wird das Marktrecht nicht erw\u00e4hnt. D.h. da Halle offiziell kein Marktrecht hat, ist es nur ein gro\u00dfes Dorf und keine Stadt. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Der Marktplatz hat \u00fcbrigens eine Fl\u00e4che von 16.000m\u00b2. Rund um den Marktplatz sind verschiedene Geb\u00e4ude angeordnet. Wir beginnen mit den wichtigesten Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p><strong>Das Alte Rathaus<\/strong><br \/>\nZum einen findet man hier den Ratshof. Der Ratshof war das Hintergeb\u00e4ude, des alten Rathauses. Am s\u00fcdwestlichen Eckturm wurden 1984 die Bronze-Plastiken, welche 1940 entfernt wurden, wieder aufgestellt. Dieses symbolisieren (von oben nach unten) die Industrie, die Saale, den H\u00e4ndel, das Saaletal und den Bergbau. Urspr\u00fcnglich wurde das alte Rathaus im 13\/14 Jahrhundert gebaut (Sp\u00e4treneaissance) und diente bis 1945 als Sitz der st\u00e4dtischen Verwaltung. Im zweiten Weltkrieg wurden Teile des Rathauses schwer besch\u00e4digt und nach dem Krieg folgte der Abriss. 2001 wurde eine Bronzeplastik des alten Rathauses aufgestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/altes-Rathaus.jpg\"><br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/altes-Rathaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-244\" title=\"altes Rathaus\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/altes-Rathaus-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/altes-Rathaus-300x225.jpg 300w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/altes-Rathaus-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Stadthaus<\/strong><br \/>\nDas Stadthaus entstand in den Jahren 1891 bis 1893 als Sitzungsgeb\u00e4ude des Stadtparlaments. Halle demonstrierte damit gro\u00dfst\u00e4dtischen Anspruch und es wurden Elemente aus verschiedenen Epochen verwendet. Die Wand- und Deckengem\u00e4lde des Ratsitzungssaales schm\u00fccken, wie damals \u00fcblich, nur Symbole f\u00fcr das Gute und Sch\u00f6ne (Frieden, Gerechtigkeit, Handel, Kunst und Wissenschaft). \u00dcber dem Portal befindet sich das Stadtwappen umrahmt von 2 L\u00f6wen, welche mit dem Machtanspruch des Industrieb\u00fcrgertums der deutschen Gr\u00fcnderjahre zu tun haben. Von dem Balkon des Geb\u00e4udes blickten bis 1951 (Bildersturmaktion) vier deutsche K\u00f6nige und Kaiser \u00fcber den Mark.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadthaus.jpg\"><\/a><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadthaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-265\" title=\"Stadthaus\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadthaus-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadthaus-300x225.jpg 300w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Stadthaus-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Marienkirche<\/strong><br \/>\nDie Marienkirche wird auch &#8222;Unser Lieben Frauen oder Marktkirche genannt. Sie entstand ab 1529 aus den jahrhundertalten Kirchen St. Gertruden und St. Marien. St. Gertruden war die Kirche der Halloren im Tal zu Halle, d.h. der Gegend um den Hallmarkt. Die Kirche der &#8222;Bergstadt&#8220; (weil es im Vergleich zum Tal h\u00f6her gelegene Stra\u00dfen und Gassen hatte) war St. Marien. Auf Anregung von Kardinal Albrecht wurden die Kirchenschiffe der beiden Kirchen abgerissen, nur die 4 T\u00fcrme blieben stehen und diese wurden mit einen Langhaus verbunden. Die Kanzel befindet sich in der Mitte der Kirche. Auch Luther hielt 1545 und 1546 jeweils eine Predigt. Der Leichnam von Luther war 1546 auf dem Weg von Eisleben nach Wittenberg in der Kirche aufgebahrt. In der Sakristei befindet sich ein Abdruck seiner H\u00e4nde und auch der Gedenkstein an der \u00f6stlichen Aussenmauer zwischen den Hausmannst\u00fcrmen erinnert an ihn. Neben dem n\u00f6rdlichen Hausmannsturm, im giebel des Seitenschiffes, direkt \u00fcber dem Treppenturm, befindet sich ein 1583 geschaffenes Relief vom &#8222;Esel, der auf Rosen geht&#8220;. Dies soll die \u00e4lteste Darstellung sein.<a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Marienkirche4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-274\" title=\"Marienkirche4\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Marienkirche4-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Marienkirche4-300x225.jpg 300w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Marienkirche4-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Gotteshalle Eigentum der Mariengemeinde ist, geh\u00f6ren die Blauen T\u00fcrme im Westen und die Hausmannst\u00fcrme im Osten der Kommune. Die Hausmannst\u00fcrme dienten noch bis 1916 als Wohn- und Arbeitsplatz des st\u00e4dtischen Hausmannes, dieser zeigte seit dem Mittelalter Feuersbr\u00fcnste an.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<th><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-273\" title=\"marienkirche2\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche2-225x300.jpg 225w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche2.jpg 1932w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/th>\n<th><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-272\" title=\"marienkirche1\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche11-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche11-225x300.jpg 225w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche11-768x1024.jpg 768w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/marienkirche11.jpg 1932w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/th>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><strong>Roter Turm<\/strong><br \/>\nDer Rote Turm wurde errichtet als Aufbegehren der halleschen B\u00fcrger gegen die Vormundschaft des Magdeburgers Bischofs in der Zeit von 1418 &#8211; 1506. Der freistehende Glockenturm ist 84m hoch und ein im deutschen St\u00e4dtebau einzigartiges Monument. Er wurde von den halleschen B\u00fcrgern, auf deren Rechnung, mitten auf dem Markt, im Schnittpunkt aller Handelsstra\u00dfen errichtet. Das Glockenleuten wird vom Rat bestimmt. Die Kugel des Turmes hat 246 2,5m lange Stacheln. Dies sollte im Mittelalter b\u00f6se Geister vertreiben. In ca. 35m kann man einen z\u00e4hnefletschendenHund erkennen, welcher die S\u00fcdwand des Roten Turmes hinunter rennt. Die Herkunft des Namens &#8222;Roter Turm&#8220; ist nicht eindeutig belegt. Es wird angenommen, dass es sich bei dem Turm um ein Gerichtsturm handelt, an dem das st\u00e4dtische Hoch- und Blutgericht wirkte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/roterturm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-277\" title=\"Roter Turm\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/roterturm-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/roterturm-225x300.jpg 225w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/roterturm-768x1024.jpg 768w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/roterturm.jpg 1932w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Roland<\/strong><br \/>\nSeit Mitte des 13 Jahrhunderts gibt es bereits den hallischen Roland. Er ist der einzigste Zivilist in der Reihe der sonst mit Schild, wehrhaft ausgestattenen \u00fcberlebensgro\u00dfen martialisch schauenden Gestalten. Sie stehen stellvertretend f\u00fcr den Kaiser, den Landesherren, deren Gerichtsbarkeit, auch f\u00fcr die der Stadt von ihnen verliehen Rechte. Der Roland von Halle hat ein Schwert, wie die anderen auch. Aber er z\u00fcckt es nicht, er h\u00e4lt es voller W\u00fcrde, l\u00e4chelnd in Halbacht. Ein friedlicher Roland. Aber nicht alle sind friedlich zum Roland. So zug 1476 Erzbischhof Ernst von Magdeburg mit Hilfe von fremden Truppen in die Stadt ein und steckte Roland mitten auf den Markt in einen K\u00e4fig. Urspr\u00fcnglich war der Roland aus Holz gewesen und verrottete. 1719 wurde er aus Sandstein wieder neu errichtet. Roland hat mehrere Umz\u00fcge im Laufe seines Lebens erlebt, bis er nun wieder an seinen eigentlichen Platz steht. <\/p>\n<p><strong>H\u00e4ndel<\/strong><br \/>\nAnl\u00e4sslich seines 100. Todestages wurde 1859 von seinen deutschen und englischen Verehrern das Denkmal errichtet. Die Kosten in H\u00f6he von 8.000 Talern wurden u.a. auch mit einer Spende von dem K\u00f6nig von Preu\u00dfen zusammengetragen. H\u00e4ndel st\u00fctzt sich auf einen Notenpult mit dem Noten von der Partitur des Messias ab. Drei Motive schm\u00fccken das Pult. Zum einen zeigt es den thrakischen S\u00e4nger Orpheus, den biblischen Psalmens\u00e4nger David und die orgelspielende K\u00fcnstlerin Jenny Lind. H\u00e4ndel blickt in westliche Richtung seiner Wahlheimat England in zeitgen\u00f6ssischer Kleidung.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/H\u00e4ndel1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/H\u00e4ndel1-225x300.jpg\" alt=\"\" title=\"H\u00e4ndel\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-292\" srcset=\"https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/H\u00e4ndel1-225x300.jpg 225w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/H\u00e4ndel1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/news.inumira.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/H\u00e4ndel1.jpg 1932w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir beginnen den Stadtrundgang am Marktplatz. Hier wurde seit Jahrhunderten bereits Handel betrieben. Allerdings gibt es keine auffindbare Genehmigung f\u00fcr das Handeltreiben. 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