{"id":417,"date":"2011-03-25T16:44:57","date_gmt":"2011-03-25T15:44:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.inumira.de\/?page_id=417"},"modified":"2011-03-25T16:44:57","modified_gmt":"2011-03-25T15:44:57","slug":"herkunft-der-namen-franken-und-wurzburg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/news.inumira.de\/?page_id=417","title":{"rendered":"Herkunft der Namen Franken und W\u00fcrzburg"},"content":{"rendered":"<p>Als erstes interessiert mich &#8211; woher vorallem der Name W\u00fcrzburg kommt. In dem Zusammenhang habe ich auch gleich noch die Information gefunden, wieso die Franken &#8211; Franken hei\u00dfen. <\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen den Namen, der St\u00e4dte am Main besteht darin, dass die Namensgebung mit der Durchquerung des Flusses zu tun hatte: Schweinfurt, Ochsenfurt, Frankfurt. So ist der Oberlauf noch f\u00fcr Schweine passierbar und je weiter es flu\u00dfabw\u00e4rts geht, desto h\u00f6her ist das Wasserstand. So kann am Unterlauf nur noch der Franke den Fluss durchlaufen. Das hei\u00dft wohl f\u00fcr W\u00fcrzburg &#8211; dort kann niemand mehr laufen &#8211; denn der Ort passt nicht in dieses Schema.<\/p>\n<p>O.k. &#8211; jetzt sind wir aber schon beim ersten Punkt. Der Franke! Franken hat das was mit Frankreich zu tun? Eine \u00c4hnlichkeit im Wortstamm ist zumindest nicht zu \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Von den Franken und auch von Frankreich leitet sich die Bezeichnung von dem germanischen Stamm dem fr\u00fchmittelalterlichen Frankenreich ab. W\u00e4hrend der V\u00f6lkerwanderung zog dieser Stamm von seinem Siedlungsgebiet am Unterrhein s\u00fcdw\u00e4rts ins r\u00f6mische Gallien. Im f\u00fcnften Jahrhundert nach Christus gr\u00fcndeten sie einen eigenen Staat. Dieser wurde durch das r\u00f6mische Christentum und der Verschmelzung mit der unterworfenen galloromanischen Bev\u00f6lkerung sehr erfolgreich und vergr\u00f6\u00dferte das fr\u00e4nkische Territorium. Ende des achten Jahrhundert reichte dieses von den Pyren\u00e4en bis zur Elbe unter Karl dem Gro\u00dfen. Ein Problem f\u00fcr die Einheit des Frankenreiches waren die Aufst\u00e4nde der kriegerisch eroberten St\u00e4mme. Aber auch das fr\u00e4nkische Erbrecht schadete der St\u00e4rke des Reiches. Da dieses Erbrecht vorsah, dass wenn ein K\u00f6nig starb alle S\u00f6hne einen Teil des Reiches erbten. So war Brudermord ein Teil des Systems, da sich immer ein Sohn fand, welcher das Gesamtreich erhalten und erben wollte. Aus diesem Grund haben einige S\u00f6hne fr\u00fchzeitig auf das Erbe verzichtet um doch noch etwas leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als die Teilung dann doch nicht aufhaltbar war, wurde das Reich mit einer Grenze, welche sich am Rhein orientierte, getrennt. So entstanden zwei Staaten, das Westfr\u00e4nkische und das Ostfr\u00e4nkische Reich. Im Westfr\u00e4nkischen Reich hatte sich die galloromanische Sprache als Verkehrssprache durchgesetzt. Sp\u00e4ter bildete sich daraus das Altfranz\u00f6sisch. Im Osten wurde Latein nur als Amts- und Gelehrtensprache verwendet. Im Alltag wurde weiterhin in den germanischen Dialekten, althochdeutsch: diutisc (dem Volk zugeh\u00f6rig) genannt, gesprochen. Daher nannte man das ostfr\u00e4nkische Reich in der mittelhochdeutschen Sprache die &#8222;diutschen lande&#8220;, woraus sich ab dem f\u00fcnfzehnten Jahrhundert Deutschland bildete.<\/p>\n<p>Die unterjochten St\u00e4mme, die Th\u00fcringer, Bayern, Sachsen und Schwaben nutzten die Schw\u00e4che der k\u00f6niglichen Zentralgewalt aus und gr\u00fcndeten eigene Stammesherzogt\u00fcmer. In ihrer Mitte entstand das Herzogtum Franken, welches eng an das ostfr\u00e4nkische K\u00f6nigtum gebunden war. Dies reichte von Mainz im Westen \u00fcber W\u00fcrzburg in der Mitte bis in die Gegend von Bayreuth im Osten. Wenn man jetzt vermutet, dass in W\u00fcrzburg die Vorfahren des ehemaligen Frankenstammes leben, muss dies verneint werden. Wie in den meisten Gebieten sind auch hier Einwanderer aus Alemannien, Slawien und Th\u00fcringen gekommen.<\/p>\n<p>Durch die verschiedenen St\u00e4mme besiedelt erlangte das Herzogtum Franken keine Stabilit\u00e4t. Es zerfiel in die F\u00fcrstbist\u00fcmer W\u00fcrzburg, Bamber, die Grafschaften Kulmbach, Bayreuth und Ansbach. Die selbstst\u00e4ndigen Staaten \u00fcbernahmen den Namen Franken, weil ihn wohl nichts besseres einfiel.<\/p>\n<p>Woher aber kommt der Name W\u00fcrzburg? Das es Burg hei\u00dft, ist leicht nachzuvollziehen, da die Burganlage \u00fcber dem Fluss scheinbar schon fr\u00fchzeitig die Stadt bestimmte. Bei dem ersten Teil des Namens ist es schwieriger. Hier scheint es keine eindeutige Quelle zu geben. Von dem Begriffe W\u00fcrze scheint es aber nicht abgeleitet zu sein, zumindest sind die verschiedenen Aussagen dar\u00fcber doch eher an den Haaren herbei gezogen. <\/p>\n<p>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung W\u00fcrzburgs aus dem Jahr 704 spricht vom &#8222;castellum virteburch&#8220;. Dieses virte klingt nun gar nicht nach W\u00fcrze sondern eher nach Wirt, allerdings zu dieser Zeit eher im Sinne von &#8222;Landesherr&#8220; zu sehen. Die Bezeichnung, welche daraus resultiert w\u00e4re &#8222;Burg eines Landesherrn&#8220;. Was f\u00fcr ein schn\u00f6der Name. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Da allerdings nicht nur Halle zwei Altersangaben haben kann (1986 &#8211; 1025 Jahre Halle und 2006 &#8211; 1200 Jahre Halle), sondern auch W\u00fcrzburg. So wurde im Jahr 2004 die 1300 Jahrfeier gefeiert. Die Stadt-Arch\u00e4ologen pr\u00e4sentierten zu diesem Jubil\u00e4um eine Ausstellung mit dem Titel &#8222;Dreitausend Jahre W\u00fcrzburg&#8220;. Was die Bev\u00f6lkerung sehr verwirrte &#8211; wie alt denn nun die Stadt ist.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge von W\u00fcrzburg sind arch\u00e4ologisch in den Anf\u00e4ngen der sp\u00e4ten Urnenfelderzeit (ca. 1000 v. Chr.) zu finden. Zu dieser Zeit siedelten die ersten Kelten auf dem Burgberg. Sp\u00e4testens in der Hallstattzeit (ca. 700 bis 500 v. Chr.) wurde daraus eine Burg. Die Kelten benannten eine Burg (brig (a)) gerne nach einem herausragenden Adligen. Dieser k\u00f6nnte in keltischer Sprache &#8222;virtius&#8220; &#8211; &#8222;der Tapfere&#8220; gehei\u00dfen haben. Dann hie\u00dfe W\u00fcrzburg in seinen keltischen Anf\u00e4ngen also &#8222;Virtibriga&#8220; &#8211; W\u00fcrzburg &#8211; Burg des Tapferen. <\/p>\n<p>Man kann also nicht genau sagen, wie der Name entstanden ist &#8211; aber \u00fcber die keltische Sprache, w\u00e4re zumindest eine Erkl\u00e4rung m\u00f6glich. <\/p>\n<p>(Informationen von der Seite: http:\/\/www.rudis-kunstgeschichten.de\/Namen.htm)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als erstes interessiert mich &#8211; woher vorallem der Name W\u00fcrzburg kommt. In dem Zusammenhang habe ich auch gleich noch die Information gefunden, wieso die Franken &#8211; Franken hei\u00dfen. Der Zusammenhang zwischen den Namen, der St\u00e4dte am Main besteht darin, dass die Namensgebung mit der Durchquerung des Flusses zu tun hatte: Schweinfurt, Ochsenfurt, Frankfurt. 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